Plattform im See bleibt Ziel

Freitag, den 31. Januar 2014 um 10:48 Uhr Administrator
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Plattform im See bleibt Ziel - Bericht Badische Zeitung, 16.12.2013 (Hagen Späth)
Jugendrat treibt Planung voran / Umfrage zur Buslinie nach Schutterzell mit
geringem Rücklauf.
NEURIED. Der Jugendgemeinderat will die Idee einer schwimmenden Plattform für den
Badesee Fohlengarten weiterverfolgen und die Gelder für dieses Projekt beim
Gemeinderat beantragen. Weiteres Thema des Treffens des Jugendrats waren die
Ergebnisse einer Umfrage für eine bessere Busanbindung des Ortsteils Schutterzell, die
allerdings einen geringen Rücklauf zu verzeichnen hatte.
Lukas Deiß und Gerrit Kühnle berichteten zunächst vom Stand der Dinge beim Projekt
schwimmende Plattform. Ihre Arbeitsgruppe habe sich deshalb mit Peter Steinert vom
Bauamt getroffen. Steiner habe die beiden eingeholten Angebote geprüft und die Qualität
und den Preis als in Ordnung bezeichnet. Die Plattform war schon im Oktober im
Jugendrat vorgestellt worden. Ein Angebot einer Firma, die eine Plattform im Selbstbau
anbietet, belief sich auf 10 000 Euro. Die Jugendlichen hatten weiter geforscht und waren
auf eine andere Firma gestoßen. Allerdings kommt auch dieses Selbstbauset mit einer
Größe von zwei auf fünf Meter auf 8000 Euro. Kühnle und Deiß sollen das Projekt
demnächst dem Rat vortragen, lautete der einstimmige Beschluss der Jugendlichen.
Die Umfrage zum Bedarf einer besseren Busanbindung von Schutterzell hatte nur einen
relativ geringen Rücklauf. Wie Alexander Eichner berichtete, wurden im Dorf 310 Bögen
an alle Haushalte verteilt, nur 30 kamen zurück mit 63 Unterschriften – bei 750
Einwohnern. "Sollen wir bei einer so geringen Beteiligung wirklich einen Antrag stellen?"
fragte Tobias Geiser, Sprecher des Jugendrats, in die Runde. Sein Vorschlag, das Thema
im nächsten Workshop noch einmal gründlich zu diskutieren, wurde einstimmig
angenommen. Bei dieser Gelegenheit soll Kira Lapp ihre Idee der Busverbindung, die dem
Bürgerbus in Schwanau nachempfunden ist, genauer ausführen.
Die Kommunalwahlen im Mai kommenden Jahres sind für die Jugendlichen von
besonderem Interesse, weil das Wahlalter erstmals auch 16-Jährige wählen dürfen. Der
Jugendrat hat sich, um das Interesse der Jugendlichen zu wecken, zwei Projekte
ausgedacht. Henrik Dörflinger und Kira Lapp stellten sie vor. Das erste Projekt bestehe
darin, so Dörflinger, mit Kandidaten, die sich für die Wahlen aufstellen lassen, Videos zu
drehen und sie auf Youtube und auf der eigenen Homepage einzustellen. Im zweiten
Projekt wollen sie die Kandidaten einladen, die 9. und 10. Klassen der Real- und der
Werkrealschule zu besuchen und mit den Schülern über Themen zu diskutieren, die die
Jugendlichen interessieren.
Eine weitere Arbeitsgruppe der rührigen Jugendräte hatte sich mit dem Thema Müll auf
öffentlichen Plätzen beschäftigt. Tobias Geiser berichtete, dass versuchsweise über zwei
Mülleimern in der Lindenstraße und bei der Volksbank ein Basketballkorb angebracht
worden sei. So sollen die Jugendlichen dazu animiert werden, ihren Müll in den Mülleimer
zu werfen. Geiser: "Jetzt beobachten wir, ob das funktioniert." Andere Jugendräte hatten
ein Plakat entwickelt, das mit Schockbildern die möglichen Auswirkungen des Mülls auf
Umwelt und Tiere aufzeigt.